November 27, 2018 Stefan

WARUM DU JEDEN TAG TRAINIEREN SOLLTEST

JEDEN TAG TRAINIEREN – RICHTIG IST NICHT IMMER RICHTIG

Als Anfänger bekommt man oft einen Ganzkörper-Trainingsplan verpasst, den man dreimal die Woche durchziehen soll. Üblicherweise montags, mittwochs und freitags. Wenn man die Regeln der Trainingslehre und Superkompensation befolgt, dann stimmt das soweit auch und man macht seine Fortschritte. Zu Beginn meiner Zeit als Personal Trainer habe ich ebenfalls solche Pläne empfohlen und mache das auch weiterhin, wenn es für den Trainierenden förderlich ist. Allerdings kann ich nach über 12 Jahren im Fitnessbereich sagen, dass für den Großteil der Anfänger das genau der falsche Weg ist. In diesem Artikel will ich dir zeigen, warum es manchmal Sinn macht gegen die Regeln der Trainingslehre zu verstoßen und öfter trainieren sollte, auch wenn es nur 30 Minuten am Tag sind.

#1 – MOTIVATION UND ERWARTUNGSHALTUNG

Zu Beginn ist die Motivation beim Kunden immer am höchsten und fällt dann schnell ab. Daran ist oft die Erwartungshaltung Schuld. Man hat eben keine Geduld und will schnelle Ergebnisse. Dass eine körperliche Veränderung seine Zeit braucht, ist jedem klar. Der Job des Trainers ist nicht nur der Trainingsplan selbst, sondern auch den Kunden zu motivieren diesen auch durchzuziehen. Arbeitet man nach dem Motto „Fangen wir erstmal locker an“, dann verpufft die anfängliche Motivation binnen 2 Wochen. Den Kunden zu schonen und erstmal kleine Veränderungen im Alltag vorzunehmen ist nicht zu empfehlen, denn der Kunde kommt ja genau wegen diesen Veränderungen. Um jemanden langfristig für Fitness zu begeistern, müssen schnelle Ergebnisse her. Daher macht das typische MO-MI-FR Konzept keinen Sinn und eine höhere Trainingsfrequenz ist zu empfehlen. Nichts motiviert jemanden mehr weiterzumachen, als der sichtbare Erfolg seines Trainings und der Ernährung.

#2 – DER WICHTIGSTE FAKTOR

Solange man mit Sport nicht seinen Lebensunterhalt verdient, ist man Freizeitsportler. Dementsprechend ist Spaß auch der wichtigste Faktor, der darüber entscheidet, ob man etwas langfristig betreibt oder nicht. Macht einem das Ganzkörper-Trainingsplan keinen Spaß, wird man mit Sicherheit nicht sehr lange Gefallen am Training finden. Immerhin trainiert man dreimal die Woche immer dieselben Übungen mit dem gleichen Equipment und demselben Ablauf. Natürlich lernt man durch die häufige Wiederholungen die Technik schnell, aber spätestens dann sollte man schnell auf einen Split umsteigen. Oft ist das nach 2 Wochen schon der Fall. Daher ist effektiver, direkt mit einem Split unter anfänglicher Betreuung anzufangen. So verliert man weder den Spaß, noch die anfängliche Motivation. Dasselbe gilt auch für die Sportart oder Gestaltung des Trainings. Natürlich ist konventionelles Krafttraining am effektivsten, aber wenn Kampfsport oder Kurse einem mehr Spaß machen, dann sollte auch hier der Fokus liegen. Der Mittelweg ist oft die beste Lösung.

#3 – ZIELORIENTIERT ARBEITEN

Als Trainer lernt man schnell, dass Leute ihre Ziele gar nicht genau definieren können. Sie wollen Muskeln aufbauen, Fett verlieren, insgesamt fitter werden und gleichzeitig leistungsfähig im Alltag sein. Das sind alles erstrebenswerte Ziele, aber auch hier muss man Prioritäten setzen, um ein effektives Trainingskonzept auf die Beine zu stellen. Will man Muskeln aufbauen, dann ist die Superkompensation und Regeneration sehr wichtig. Ist das Ziel allerdings Fettabbau, sollte die Kalorienbilanz an erster Stelle stehen und die Regeneration wird zweitrangig. Es macht beim Abnehmen also durchaus Sinn, jeden Tag zu trainieren, um mehr Kalorien zu verbrennen. Selbst, wenn man dieselbe Muskelgruppe an aufeinander folgenden Tagen trainiert, wie das bei Kursen oder Kampfsportarten der Fall ist. Mit dem richtigen Maß an Intensität und Umfang kommt man so schnell voran.

SOLLTE MAN JEDEN TAG TRAINIEREN? – DAS FAZIT

Ist man Anfänger, der in erster Linie Fett verbrennen will, dann sollte man mehr als dreimal die Woche trainieren, um sein Ziel schnell zu erreichen und es auch langfristig zu halten. Denn hier ist die Motivation am höchsten und an schnelle Erfolge knüpft man leichter an. Selbst, wenn man vermeintliche Regeln der Trainingslehre damit brechen muss, um mehr Kalorien zu verbrennen. Als Anfänger baut man auch im Kaloriendefizit Muskulatur auf, da der Trainingsreiz neu für den Körper ist, auf welchen reagiert wird. Das Einhalten der Regenerationszeiten wird mit zunehmendem Trainingslevel oder beim Zunehmen wichtiger. Nach den ersten Erfolgen ist der Kunde oft auch zugänglicher für Information und hat das Training bereits als Routine in seinen Alltag integriert, was für den Trainer bei seiner weiterführenden Arbeit sehr wichtig ist. Das ist auch keine Theorie, die ich gerade aufgestellt habe, sondern meine Erfahrung mit der praktischen Arbeit am Kunden über Jahre. Es gibt letztendlich kein richtig oder falsch. Der Erfolg der Kunden gibt dem Trainer am Ende recht.

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